„Diese Fluggesellschaft gehört mir“ sagte er mit leiser Stimme, worauf die Frau bleich und wie versteinert zurückwich

Unverschämte Selbstsicherheit wirkt beängstigend und arrogant.
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Sie nahm einfach seinen Sitz in der First Class ein, als sei es selbstverständlich, dass niemand ihr widersprechen würde. Er dagegen blieb vollkommen gelassen. In der einen Hand hielt er eine Zeitung, in der anderen einen Becher mit schwarzem Kaffee. Sein Gesicht verriet kaum eine Regung, seine Augen wirkten ruhig, beinahe kühl, doch hinter dieser Beherrschung lag eine Entschlossenheit, die nicht zu übersehen war. Erst als er mit leiser Stimme sagte: „Diese Fluggesellschaft gehört mir“, wich alle Farbe aus dem Gesicht der Frau. Für einen Moment schien sie wie versteinert, unfähig zu begreifen, was sie gerade gehört hatte.

An diesem milden Frühlingstag sollte die Maschine kurz nach vierzehn Uhr starten. Im Terminal herrschte das vertraute Stimmengewirr eines großen Flughafens. Rollen von Koffern ratterten über den blank polierten Boden, Lautsprecherdurchsagen hallten unter der Decke, Reisende hasteten zu ihren Gates. Manche saßen dicht bei den Steckdosen, als müssten sie ihre Telefone bewachen, während andere ihr Gepäck achtlos hinter sich herzerrten und kaum wahrnahmen, wer ihnen entgegenkam. Alles wirkte wie ein ganz gewöhnlicher Reisetag. Nur jemand, der wirklich aufmerksam hinsah, hätte den Mann bemerkt, den fast alle übersahen.

Felix Walter trug nichts, was auf Macht oder Vermögen schließen ließ: ein dunkelgraues Sweatshirt, ausgewaschene Jeans und weiße Turnschuhe, deren frühere Sauberkeit längst verblasst war. Kein Maßanzug, keine Uhr, die Blicke auf sich zog, kein Zeichen von Luxus. Lediglich eine schwarze Ledertasche fiel bei genauerem Hinsehen auf; darauf befand sich ein kaum erkennbares Monogramm mit den Buchstaben F. W. In seiner rechten Hand hielt er den Kaffee, in der linken die Bordkarte für Sitz 1A.

Ganz vorn. First Class. Genau jener Platz, der ihm auf Flügen dieser Airline grundsätzlich vorbehalten war.

Felix Walter war jedoch alles andere als ein gewöhnlicher Fluggast.

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